Tinte ist nicht gleich Tinte
Dass
Tinte nicht gleich
Tinte ist, kann der Nutzer durch die bloße Begutachtung verschiedener Produkte kaum erkennen. Beim Vergleich von Ausdrucken, die mit unterschiedlichen Tinten erstellt wurden, werden Unterschiede bezüglich Qualität und Eigenschaften verschiedener Druckertreibstoffe aber meistens überdeutlich. Tinte ist in Zeiten ständig höherer Druckauflösungen und Tröpfchengrößen von teilweise nur noch einem Pikoliter - also einem Billionstel Liter - längst ein
Hightech-Produkt geworden.
Besaßen die ersten Tintenstrahldrucker nur ein Dutzend Düsen, die pro Sekunde etwa 10.000 Tröpfchen abgaben, haben heutige Geräte teilweise fast 4.000 Düsen, die jede Sekunde über 120 Millionen Tröpfchen abspritzen. Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden und dabei optimale Druckergebnisse zu erzielen, stimmen renommierte Tintenproduzenten - wie etwa der koreanische Hersteller Inktec - deshalb die verwendete Tinte genau auf den jeweiligen Drucker- und Patronentyp ab. Dabei muss besonders die verwendete Drucktechnologie berücksichtigt werden. In den Forschungsabteilungen innovativer Tintenhersteller wird an der optimalen Zusammensetzung verschiedener Tinten und der Entwicklung von speziellen, leistungssteigernden Additiven unablässig gefeilt. Die jeweiligen Formeln werden von den Unternehmen sorgfältig gehütet, weshalb auch keine exakten Tintenrezepturen an die Öffentlichkeit dringen.
Dabei gilt es eine ganze Reihe von Zieldimensionen - etwa Druckschärfe, Farbbrillanz, Farbtreue, Trockendauer, Wischfestigkeit und Herstellungskosten - zu beachten, bei denen es zahlreiche Konflikte gibt. So darf Tinte nicht im Druckkopf eintrocknen, weil dadurch nicht nur die Druckqualität leidet, sondern auch die Hardware beschädigt werden kann. Gleichzeitig ist es aber erwünscht, dass die Tinte auf dem Papier besonders schnell trocknet. Grundsätzlich lassen sich zwei Typen von Tinte unterschieden, nämlich Dye- und Pigmenttinte.
Dye-Tinte
Bei Dye-Tinte - was wörtlich übersetzt nichts anderes als Farbstofftinte heißt - ist der jeweilige Farbstoff in der Flüssigkeit gelöst, so dass es sich hierbei um eine wasserlösliche Tinte handelt. Deshalb ist diese Tintenart nicht wirklich wischfest und zudem oft nicht besonders lichtbeständig. Die chemische Zusammensetzung sorgt dafür, dass etwa Dokumente, die mit Dye-Tinte gedruckt wurden und später mit einem Textmarker bearbeitet werden, leicht verschmieren. Trotzdem gibt es Einsatzgebiete, für die Dye-Tinten prädestiniert ist. Da ein einzelnes Molekül dieses Tintentyps nur eine Größe von wenigen Milliardsteln Metern hat, verteilt sich Dye-Tinte besonders gleichmäßig auf dem Druckmedium. Da Dye-Tinte zudem Farben besonders brillant leuchten lässt, wird sie besondere für Fotos und farbige Grafiken eingesetzt. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte hierbei spezielles Papier verwendet werden.
Pigmenttinte
Die Partikel der Pigmenttinte sind bis zu 150mal größer als die Moleküle der Dye-Tinte und zudem nicht in der Flüssigkeit gelöst. Deshalb ist sie wischfester als Dye-Tinte, gleichzeitig geht ihr aber oft deren Farbbrillanz ab. Somit ist sie - da sie auch licht- und chemikalienbeständiger als Dye-Tinte ist - besonders für den Druck von Texten und Dokumenten geeignet. Dabei ist sie im Vergleich zur Dye-Tinte bezüglich des geeigneten Papiers in der Regel weniger wählerisch, so dass hier auch mit einfachen Produkten schon recht gute Ergebnisse erzielt werden können. Einigen Tintenherstellern ist es mittlerweile - unter anderem durch eine erhebliche Verkleinerung der einzelnen Pigmentpartikel - gelungen, beim Druck von Fotos und Grafiken mit Pigmenttinte den Qualitätsabstand zu Ausdrucken mit Dye-Tinte erheblich zu verringern. Pigmentierte Tinten sind allerdings in der Herstellung teurer als Dye-Tinte.
Mischformen
Einerseits mischen manche Hersteller ihren
Pigmenttinten Dye-Tinte bei und nennen das Ergebnis halb- oder teilpigmentierte Tinte. Hier erhält der Käufer allerdings selten das Beste aus zwei Welten. Gegenüber reiner Pigmenttinte müssen nämlich Einbußen bezüglich Wischfestigkeit und Lichtechtheit hingenommen werden. Den mischenden Unternehmen geht es meistens darum, Geld zu
sparen, weil für Pigmenttinte höhere Produktionskosten anfallen. Eine andere Art der Mischung verwenden viele Hersteller von Druckern bzw.
Druckerpatronen. Hier ist eine
Druckerkartusche mit schwarzer Pigmenttinte ausschließlich für den Textdruck zuständig. Andere Druckerpatronen - in der Regel gefüllt mit Tinte in den Farben Cyanblau, Gelb, Magentarot und Schwarz - sind für den Druck von Fotos und Grafiken zuständig. So kann jede Tinte ihre spezifischen Stärken ausspielen.
Wichtige Hinweise
Bitte beachten Sie beim Nachfüllen von
Tinte, ob die jeweilige
Druckerpatrone für Dye- oder Pigmenttinte geeignet ist. Die jeweiligen Druckköpfe sind nämlich in der Regel auf einen bestimmten
Tintentyp abgestimmt. Bei der Verwendung von ungeeigneter Tinte leidet dann nicht nur die Qualität Ihrer Ausdrucke, sondern im Extremfall auch Ihr Drucker. Sie sollten am besten keine Universaltinten benutzen, sondern nur Tinte benutzen, die speziell für Ihr Druckermodell konzipiert wurden. Geeignete Tinten finden Sie bei uns in wenigen Sekunden. Dazu können Sie entweder links auf unserer Webseite die komfortable Suchfunktion benutzen oder die Auflistung der Druckermodelle darunter durchstöbern. Ihr Drucker wird es Ihnen danken und Sie mit Ausdrucken von bestechender Qualität belohnen.
Weitere Informationen - auch bezüglich spezieller, zum Bedrucken von Textilien geeigneter Tinten - finden Sie in unserem
Druckerpatronen Blog.