Wie funktioniert ein Laserdrucker?
Laserdrucker funktionieren nach dem elektrofotografischen Prinzip. Die mit einem Photoleiter beschichtete Bildtrommel wird zunächst elektrostatisch negativ aufgeladen. Die Ladungen werden dann dort gelöscht, wo in einem späteren Schritt der Toner aufgetragen wird. Zur Belichtung fährt ein Laserstrahl über die Bildtrommel. Der negativ geladene Toner bleibt nun nur an den nicht-negativen Sektoren der Bildtrommel haften. Auch der Transfer des Toners auf das Papiers erfolgt über elektrische Ladungen. Die Fixierung des Drucks wird durch elektrostatisch aufgeladene Heizwalzen bewerkstelligt. Zum Schluss wird der restliche Toner von der Bildtrommel abgestreift.
Warum sollte man überhaupt einen Laserdrucker kaufen?
Der Preis von Laserdruckern ist mittlerweile so weit gesunken, dass diese Geräte nicht nur für Kleinstfirmen, sondern auch für Privatpersonen eine echte Alternative zu Tintenstrahldruckern darstellen. Diesen sind die bezüglich der Druckqualität bei Texten und statistischen Grafiken, der Wischfestigkeit der Ausdrucke und der Wartungsintensität überlegen. Auch hinsichtlich des verwendenten Papiers sind sie weniger wählerisch. Zudem sind viele Laserdrucker stromsparender, weil sie im ausgeschalteten Zustand keinen Strom verbrauchen, während Tintenstrahler dieses oft tun. Dabei ist es keine Lösung, gerade nicht benutzte Tintenstrahldrucker vom Netz zu trennen, da so oft mehr Tinte durch Reinigungsvorgänge verbraucht wird, was den Nutzer insgesamt teurer zu stehen kommt. Allerdings haben Tintenstrahldrucker beim Fotodruck klar die Nase vorn.
Was ist Toner?
Als Toner wird ein sehr feiner Farbstoff in Pulverform bezeichnet, der bei Laserdruckern und Kopierern zur Erstellung der Ausdrucke eingesetzt wird. Er besteht aus Pigmenten, Metalloxiden, Kunstharzen, sowie Additiven. Man unterscheidet zwischen herkömmlichen Einkomponenten- und dem Zweikomponententoner, bei dem Toner und Entwickler getrennt sind. Bei beiden handelt es sich um Trockentoner. Dieser Tonertyp unterscheidet sich vom seltener benutzten Flüssigtoner, bei welchem sich der Toner in einer Transferflüssigkeit befindet.
Toner leer und nun?
Wurde der Toner aufgebraucht, war früher eine neue Originalkartusche inklusive neuem Toner (“Original-Toner“) fällig. Doch die Preispolitik der Hersteller von Laserdruckern, die ihre Geräte billig, aber die notwendigen Verbrauchsmaterialien – wie etwa den Toner – teuer verkaufen, hat dazu geführt, dass es mittlerweile Alternativen für den Nutzer von Laserdruckern und Kopieren gibt, nämlich Refill-Toner und Rebuilt-Toner.
Refill-Toner
Bei Refill-Toner handelt es sich zum einen zum jeweiligen Lasergerät kompatiblen Toner, der in die bereits benutzte Tonerkartusche eingefüllt wird. Er wird in der Regel von Fremdherstellern produziert und stellt die billigste Variante dar, einen Laserdrucker oder Kopierer zu betreiben. Inzwischen bieten viele Produzenten von Refill-Toner bereits Toner an, der auf den jeweiligen Laserdrucker oder Kopierer zugeschnitten ist, so dass Drucke und Kopien von guter Qualität erzielt werden können. Zudem schont die Benutzung von Refill-Tonern die Umwelt, weil keine neue Tonerkartusche notwendig ist und die alte nicht aufwändig als Sondermüll entsorgt werden muss. Toner enthält nämlich Stoffe, die als gesundheitsschädlich gelten und von denen einige wahrscheinlich krebserregend sind. Wenn beim Wiederbefüllen von Trockentonern also Tonerpulver eingeatmet wird, kann das möglicherweise negative Konsequenzen für die eigene Gesundheit bedeuten. Wer die Tonerkartusche selbst wieder befüllen möchte, sollte deshalb unbedingt einen Atemschutz sowie Einweghandschuhe benutzen. Minderwertige oder ungeeignete Toner können zudem zu einer schlechteren Druckqualität oder sogar zu einer Beschädigung des Lasergerätes führen. Zudem verwehren Gerätehersteller in der Regel die Garantie wenn Refill-Toner verwendet wurde und ein Defekt im Zusammenhang damit entsteht. Außerdem werden bei der Benutzung von Refill-Toner keine Verschleißteile – wie etwa die Bildtrommel oder die Walzen – gewechselt, was sich langfristig auf die Druckqualität und Funktionsweise des Gerätes negativ auswirken kann.
Rebuilt-Toner
Der Terminus Rebuilt-Toner bezeichnet eine gebrauchte Tonerkartusche, die vom Original- oder von einem Fremdhersteller wiederaufbereitet wurde. Dazu werden den Nutzern die aufgebrauchten Originalkartuschen abgekauft. Das ist für Fremdhersteller zwingend notwendig, weil er aus patentrechtlichen Gründen die Originalkartuschen in der Regel nicht einfach nachbauen darf. Der Preis für Rebuilt-Toner liegt zwischen dem von Refill-Tonern und Orignal-Tonern. Vorteile gegenüber Refill-Tonern bestehen darin, dass der Nutzer, die Wiederbefüllung nicht selbst durchführen muss und in der Regel vom Produzenten Verschleißteile ausgetauscht werden. Bei einigen Herstellern ist auch die Bildtrommel in der Tonerkartusche integiert, so dass auch hier ein vollständiger Ersatz möglich ist. Wie beim Refill-Toner wird auch hier die Umwelt entlastet. Zudem verfügen gerade Rebuilt-Toner von Fremdherstellern, oftmals über eine höhere Reichweite, weil die Originalhersteller die Kapazität der Kartusche nicht vollständig ausnutzen. Ist der verwendete Toner aber ungeeignet oder qualitativ minderwertig, ergeben sich die gleichen Nachteile wie beim Refill-Toner. Im Unterschied zum Original-Toner erhält der Nutzer hier kein neues Produkt und kann auch kaum erkennen, welche Teile genau ausgetauscht wurden, Zudem gibt es bei neuen Geräten und Kartuschen manchmal nicht genug aufgebrauchte Kartuschen, um ausreichend Rebuilt-Toner anzubieten. Wenn der Laserdrucker oder Kopierer am Markt erst einmal längere Zeit eingeführt sind, schwindet dieses Problem aber meistens rasch.
Original-Toner
Beim Erwerb von Original-Toner erhält der Käufer eine fabrikneue Kartusche mit Toner vom Originalhersteller. Allerdings finden sich seit geraumer Zeit auf den Verpackungen einiger Hersteller Hinweise, dass auch hier Recyclingkomponenten enthalten sein können. Die Produzenten verweisen häufig auf die bessere Qualität und größere Zuverlässigkeit von Originalware. Betrachtet man Vergleichstests, hat sich der Qualitätsabstand, wenn er denn je nach Gerätetyp überhaupt noch besteht, aber reduziert, sofern man ein Produkt des richtigen Herstellers verwendet. Original-Toner ist teuer und seine Herstellung ressourcenintensiv. Dafür erhält man aber ein neues Produkt, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Mängeln beim Druck erheblich reduziert wird. Außerdem wird die Gesundheit des Nutzers so wenig beeinträchtigt, wie es bei der Laser-Technologie möglich ist.






