HISTORIE
1933 wurde in Tokio der Vorläufer der heutigen Canon Inc. von Yoshida Goro, Takeshi Mitarai und Uchida Saburo unter den Namen Seikikōgaku kenkyūsho gegründet. Geplanter Unternehmenszweck war es zunächst, Kleinbildkameras preiswert nachzubauen. 1934 und 1935 wurden die Modelle “Kwanon” und “Hansa Canon” konstruiert. Die Namensgebung war offensichtlich vom buddhistischen Erleuchtungswesen der Barmherzigkeit, Kannon, inspiriert. Am 26. Juni 1935 wurde – daran angelehnt – offiziell der Firmenname Canon Inc. (japanisch: Kiyanon kabushiki-gaisha) angemeldet. Zwei Jahre später wurde das Unternehmen grundlegend reformiert, so dass einige Quellen dieses Jahr als eigentliches Gründungsdatum angeben. 1973 wurde dann die erste Niederlassung in Deutschland – die unter den Namen Canon Copylux GmbH firmierte – gegründet. Die erste bundesdeutsche Produktionsstätte war – als erste Fertigung in Europa überhaupt – bereits im Jahr zuvor in Gießen entstanden.

Canon Giessen
GEGENWART
Heute produziert Canon in den drei Haupt-Geschäftsfeldern “Büromaschinen”, “Kameras” sowie “optische und andere Produkte” eine Vielzahl von Artikeln wie Drucker, Kopierer, Scanner, Digitalkameras, Camcorder, Projektoren, Rechner, Ferngläser, Halbleiter-Produktionsausrüstungen, medizinische Produkte und vielfältiges Zubehör. Somit hat sich das japanische Unternehmen inzwischen zu einem diversifizierten Elektronikkonzern entwickelt. Im Jahre 2009 wurden mit weltweit über 160.000 Mitarbeitern rund 24,3 Mrd. Euro umgesetzt. Canon ist damit einer der weltweit führenden Anbieter von Imaging Produkten und damit verbundenen Lösungen. Vor wenigen Wochen gab man zudem bekannt, künftig auch Consultancy Services, also auf spezifische Kundenbedürfnisse zugeschnittene Beratungsdienstleistungen, anbieten zu wollen.
MARKE
Canons Unternehmensphilosophie wird seit 1988 mit dem japanischen Wort “Kyosei” umschrieben. Dieser Begriff bedeutet so viel wie “Zusammenleben und Arbeiten für das Gemeinwohl”. Der Wert der Marke Canon wurde im Interbrand-Ranking “Japan´s Best Global Brands” – in welchem das Unternehmen den vierten Rang belegte – mit 10,469 Milliarden $ taxiert. Den gleichen Platz erreichte Canon bei der Umfrage Umfrage “World’s Most Admired Companies” von Fortune im Jahr 2009 in der Branche “Computers”.
INNOVATOR
Canon wandelte sich von einer Firma, welche sich ursprünglich lediglich dem Nachbau von Kameras verschrieben hatte, immer stärker zu einem Konzern der Innovation zu seinem Markenfokus entwickelte. Das spiegelt sich besonders in den Produktsparten wieder, in denen das japanische Unternehmen auch noch heute zu den Marktführern zählt, nämlich in den Segmenten Fotografie und Drucker. 1976 brachte Canon mit der “AE-1” die weltweit erste Kamera mit einem eingebauten Mikroprozessor auf den Markt. Auch das Digitalzeitalter in der Fotografie wird von der Firma Canon dominiert. Laut einer GFK-Untersuchung aus dem Jahr 2009 ist Canon die Nummer 1 in der Welt als Produzent von Digitalkameras. Canon nutzt heute mehr denn je Forschung und Entwicklung, um dadurch strategische Produktvorteile und Alleinstellungsmerkmale zu generieren. Deshalb wird mehr als bei vielen Mitbewerbern für Forschung und Entwicklung, nämlich
rund 9,5% der konsolidierten Erträge, investiert. Alleine in den USA hatte Canon im Jahr 2009 über 2.200 Patente angemeldet und lag damit auf Platz 4 aller Unternehmen. Dabei beweist Canon Kontinuität. Denn das japanische Unternehmen wurde insgesamt 21 Mal binnen 23 Jahren in den Top 3 der meisten Patentanmeldungen in den Vereinigten Staaten gelistet.
SPEZIALGEBIET DRUCKERTECHNOLOGIE

Canon Multipack CLI-526 Druckerpatronen
Diese Innovationskraft zeigt sich auch beim Segment “Drucken“. Bereits 1985 stellte Canon mit dem BJ-80 den weltweit ersten Tintenstrahldrucker vor, der die – heute noch gebräuchliche – Bubble Jet Technologie verwendete. Das Patent für Tintenstrahldrucker hatte man schon 1979 praktisch zeitgleich mit dem US-amerikanischen Unternehmen HP – immer noch einer er größten Mitbewerber – eingereicht. Unlängst ist es dem japanischen Konzern mit seiner neuen Tintenstrahl-Engine gelungen, mikroskopisch kleine Tintentröpfchen zu erzeugen, die nur 1 Pikoliter – als 1 Billionstel (=0,000000000001) Liter – klein sind. In manchen Fällen sind die Tintentropfen so bis zu zwei Millionen mal kleiner als ein einzelner Regentropfen, was besonders große Anforderungen an die verwendete Tinte stellt. Dadurch können extrem hohe Auflösungen mit bis zu 9.600 dpi und bestechend scharfe Bilder und Fotos gedruckt werden. Möglich ist dieses durch sogenannte FINE Druckköpfe. Diese werden durch einem Prozess hergestellt, welcher den komplexen Prozessen zur Produktion von Computerchips sehr ähnlich ist. Mit Hilfe dieses Verfahrens können die Düsen nicht nur sehr eng angeordnet werden, sondern auch mikroskopisch klein gestaltet werden. Das vor zwei Jahren eingeführte Druckerpatronen System ChromaLife 100+ ermöglicht – bei der Kombination geeigneter Canon Drucker mit Canon Originaltinten und Canon Originalfotopapier – zudem brillante Fotodrucke mit einer besonders hohen Farbstabilität und Lebensdauer. Hier verspricht der japanische Konzern – bei entsprechender Lagerung – Fotos, die ein Leben lang halten. Möglich wird dieses unter anderem durch die spezielle Tintenzusammensetzung, die den schädlichen Einfluss von Luftgasen und Licht auf ein Minimum reduziert. Auch beim tonerbasierten Druck wurde Canon seinem Ruf als Innovator gerecht. So führte man den ersten industriell hergestellten Kopierer, der auf der Toner-Technologie basierte, im Markt ein. Zudem begann Canon bereits vor 20 Jahren – und damit früher als viele Mitbewerber – mit dem Recycling von Tonerpatronen. Dieser ökologische Anspruch zeigt sich auch bei den Laserdruckern selbst, die energie- und papiersparende Technologien verwenden und sich etwa durch Features wie On-Demand Fixierung und integrierte Duplexeinheiten für den automatischen beidseitigen Druck auszeichnen.
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