Das Thermodruckverfahren funktioniert durch punktuelle Hitzeerzeugung und hat dabei nichts mit der typischen Technik von Faxgeräten oder Kassensystemen, die zum Druck von Rechnungen genutzt werden, zu tun. Die Druckzeichen werden hierbei auf spezielles wärmeempfindliches Papier geprägt, was zu qualitativ sehr hochwertigen Ergebnissen führt. Die Thermodrucker – Thermotransferdrucker oder Thermosublimationsdrucker – werden vorrangig in Bereichen eingesetzt, wo ausgezeichnete Ergebnisse benötigt werden, wie bei fotorealistischen, Werbungs-, oder Publishingausdrucken.
Beim Thermotransferdrucker wird eine spezielle, auf Polyesterfolien basierende Trägerrolle mit einem Wachsfarbstoff beschichtet, der dann unter horizontalen Hitzeeinfluss auf das Papier abgelegt wird. Hier werden Transferfolien, also seitengroße Segmente der einzelnen Farben, meist monochrom (Schwarz), dreifarbig (Cyan, Magenta, Yellow) oder auch vierfarbig (CMYK: Cyan, Magenta, Yellow, Black) eingesetzt. Beim Druckvorgang wird stets Folie für Folie eingezogen und abgerollt, wobei die jeweilige Thermotransferfolie auf der Höhe der Heizelemente abgerollt wird, wenn sich auf dem Druckbild eine bestimmte Farbe befindet. Dieser Vorgang wird mit den restlichen Thermotransferfolien in den anderen Farben so lange wiederholt, bis das Druckbild komplett angefertigt ist.
Die Vorteile eines Thermotransferdruckers gegenüber einem mit beispielsweise mechanischen Anschlag oder Ausdruck arbeitenden Druckers liegen klar auf der Hand. Denn nur durch die eben beschriebene, ausgefeilte Technik mit Thermotransferfolien können absolut scharfe, licht- und wasserechte Druckbilder höchster Qualität erstellt werden.
Probleme ergeben sich jedoch vor allem durch Verschleiß und Kosten, da bei jedem Druckvorgang stets die gesamte Wachsfolie abgerollt wird, auf wenn eine Farbe nur minimal genutzt wird. Die Kosten für eine Dreifarbrolle liegen bei etwa 1 Euro pro Seite, was preislich etwa auch im Bereich der Kosten beim Ausdruck eins hochwertigen Tintenstrahldruckers liegt.
Der Thermosublimationsdrucker wird in erster Linie für sehr hochwertige und fotorealistische Ausdrücke (ca. 16,7 Mio. Farben) benötigt und verwendet wie auch der Thermotransferdrucker eine spezielle Trägerfolie, wobei die Farben CMYK eingesetzt werden. Auch das Abrollen der Folie ähnelt dem Vorgang beim Thermotransferdrucker, doch unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt: Das Wachs wird mit einer so hohen Temperatur abgeschmolzen, dass es gasförmig in das Spezialpapier hinein diffundiert, also im Prinzip eine Sublimation stattfindet. Die Farbintensität kann mit Hilfe der in bis zu 256 einzelne Stufen regelbare Temperatur beeinflussen, wobei gilt: Je höher die Temperatur, desto intensiver die Farbe. Ein Thermosublimationsdrucker eine Auflösung von etwa 300 x 300 dpi.
Der entscheidende Vorteil eines Thermosublimationsdruckers ist zweifelsohne die hervorragende Druckqualität. Diese spiegelt sich leider auch hier im Preis wieder, der bei etwa 2-3 Euro pro Seite liegt, denn auch beim Thermosublimationsdrucker wird immer die gesamte Farbrolle für einen Ausdruck verbraucht.
Die beiden eben dargestellten Verfahren sind jedoch nicht die einzigen. Viele andere auf Thermoverfahren basierende Techniken gehen beispielsweise wie ein Tintenstrahldrucker vor.
Beispiele dafür sind:
Der Lexmak (Color Jetprinter), wo ein spezielles BubleJet- oder Piezo- Verfahren mit Druckerpatronen zum Einsatz kommt.
Der Textronik (Phaser 360) ist eine Art Festtintendrucker, wo Wachsstix, Color Sticks bzw. „Feste Tinte“, geschmolzen und dann aufs Papier gedruckt werden.
Und der ALPS (MD-2010 Fotodrucker 600 x 600 dpi), der das Micro-Dry-Verfahren nutzt, bei dem spezielle Farbbänder das Druckbild aufs Papier prägen, wodurch eine überraschend gute, und zudem noch wasserfeste Qualität zustande kommt und wo vor allem im Vergleich zum Thermotransfer- und Thermosublimationsdrucker viel Geld gespart werden kann!
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